Laut kulinarischer Mähr verdanken wir die Erfindung des Faschingskrapfens der Altwiener Hofratsköchin Cäcilie Krapf, genannt Frau Cilly. Ein Blick ins Etymologische Wörterbuch belehrt einen jedoch sogleich eines Besseren.
Ein Schmalzgebäck namens crapho gab es nämlich bereits zur Zeit Karls des Großen. Vermutlich haben sich die Kinder an der Grundschule aber weder an die eine noch die andere Geschichte erinnert als sie gegen 9 Uhr morgens am letzten Schultag vor den Faschingsferien den Duft der frischen Krapfen im Schulgebäude bemerkt haben. Fast kein Halten gab es dann mehr als die Kinder in einer langen Polonaise durch das gesamte Gebäude - und vorbei an den Krapfenbergen - in die Pause gingen. Während die Kinder im Freien ein wenig frische Luft schnappen durften, bereiteten die Lehrerinnen liebevoll angerichtet Teller mit den heiß begehrten Krapfen vor. Als die Pause dann endlich zu Ende war durften die Kinder endliche ihre Nasen ohne allzu große Rücksicht auf Tischmanieren in den Puderzucker stecken. Und auch den Lehrerinnen sollen - dem Vernehmen nach - die leckeren, mit extra Füllung bereitgestellten Krapfen, den Abschied in die Faschingsferien noch ein wenig versüßt haben.
Herzlichen Dank an Bäckerei Perkmann, die durch großzügige Unterstützung zusammen mit dem Elternbeirat diese wohlschmeckende Aktion ermöglicht hat!